Einsam sein oder allein sein

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Ich wünsche dir heute einen Tag, an dem du auch dein Alleinsein leben kannst. :-)

Viele Menschen fühlen sich einsam, wenn sie allein sind. Kennst du das auch? Allein sein oder einsam sein – das ist nicht das Gleiche. Sehr häufig kommt es vor, dass das miteinander gleichgesetzt wird.
Ich habe mich schon vor vielen Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Im Kontakt mit älteren Menschen erkannte ich diese Wahrnehmung von einsam sein oder allein sein am häufigsten. Ich habe ältere Menschen befragt ob sie einsam sind, wenn sie allein sind. Eine große Anzahl der Befragten hat mir geantwortet, dass sie sehr gern allein sind, sich nicht einsam fühlen und nie Langeweile haben mit sich selbst zu sein.
Gehörst du auch zu denen, die immer ein Unterhaltungsprogramm benötigen, damit sie nicht spüren und damit sie abgelenkt von sich selbst sind? Es ist eine Angst, die in dir ist und die du auch auf andere Menschen überträgst. Du benötigst Menschen, die dir in deine Angst beistehen und dich unterstützen dich abzulenken.
Das Gleiche erfolgt häufig mit älteren Menschen, denen wenn sie allein sind durch die Angst der anderen unterstellt wird, dass sie beschäftigt werden müssen, da sie einsam sind. Dein Gefühl überträgst du auf andere Menschen, weil du glaubst, dass sie einsam sind. Gerade ältere Menschen benötigen die Zeit mit sich allein zu sein und können das sehr gut. Die Angst vor der Einsamkeit veranlasst viele Menschen ältere Menschen in Beschäftigungen zu bringen, die sie von allein nie tun würden. Ich meine nicht einen Spaziergang in der Natur, sondern Beschäftigungsangebote wie sie eigentlich für Kinder gedacht sind. (Schmetterlinge ausschneiden und Girlanden basteln) Es ist an der Zeit loszulassen, von der Vorstellung, dass wer allein ist auch immer einsam ist.
Wenn DU einsam bist, dann ist das DEIN Gefühl des Verlassenseins, dass du aus deiner frühen Kindheit kennst und dich nun immer noch beschäftigt. Du benötigst eine andere Person, die dir Gesellschaft leistet und sich um dich kümmert, die dir die Zuwendung gibt. Hast du in deinem Leben gelernt, dir selbst die Zuwendung zu geben, dann brauchst du keinen anderen Menschen dazu.
Stellst du fest, dass du nicht für den anderen sorgen musst, weil er die Verantwortung für sich selbst übernommen hat, dann bist du gern in seiner Gesellschaft. Menschen, die gut mit sich allein sein können, für die müssen wir oder du nicht sorgen. Sie sorgen selbst für sich und können deshalb in der Gemeinschaft genau diese Ruhe in sich selbst und diese frohe Botschaft aussenden, dass es ihnen gut geht.
Jeder von uns ist sehr gern bei diesen Menschen, die bei sich selbst angekommen sind und mit den anderen ohne Erwartungen in Kontakt gehen können.
Es ist möglich diese Wandlung zu vollziehen, von einem abhängigen Menschen, der andere Menschen benutzt, um von sich selbst abzulenken und „bespielt zu werden“ wie ein Kind. Du kannst es erreichen, indem du deine Angst bzw. deine Ängste verwandelst in Liebe zu dir selbst.

Ich bin neugierig was du jetzt darüber denkst. Schreib mir doch einfach einmal. Vielleicht möchtest du das Thema auch noch etwas vertiefen.

Ich wünsche dir, dass du gut in Kontakt mit dir gehst, um beim Alleinsein nicht einsam zu sein.

Alles Gute für dich,

Manuela Hüsing

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